Seit 1994 sind die Arabo-Friesen in der schwersten Form des Sports, als 3 - und 4 jährige herausgebracht worden. Sie hatten sofort Erfolg und waren trotz ihres jugendlichen Alters schon in der Lage, es der Konkurrenz schwer zu machen.
Gert Schrijvers war von Anfang an der Fahrer, obwohl er vorher noch nie gefahren ist, auch nicht Einspännig. Das zeigt wie brav diese Rasse ist.
Im ersten Jahr gewann er schon hier und da nationale Turniere.

1995
Mit den noch jungen Pferden beginnt die Mannschaft Schrijvers/Aerts intensiver auf nationalen Turnieren zu fahren. Die Mannschaft erzielt sofort Superresultate. Immer landeten sie auf den ersten 3 Plätzen!! Die Presse schreibt mit immer mehr Enthousiasmus über dieses viel versprechende neue Team in Belgien; sie nennen sie nun “Turbo-Friesen”.

1996
Die neue Mannschaft sammelt schnell eine wachsende Schar von Anhänger um sich, und immer mehr begleite sie die Presse. Resultat: Sie wurden ausgewählt, für die belgische Mannschaft zur bevorstehenden Weltmeisterschaft in Waregem. Erste große Erfolge auch im Ausland: unter schwerster internationaler Konkurrenz in Breda überraschend als Neuling 3. Platz. Die Presse war auch enorm froh hinsichtlich der Resultate der WM, in dem dieser Arabo-Friesen Viererzug einen wichtigen Beitrag lieferte zu der goldenen Mannschaftmedaille in Waregem, im eigenen Land. Die Arabo-Friesen waren einen super Marathon gelaufen.

1997
Immer bessere Resultate im In- und Ausland. Die Mannschaft wächst weiter bis zum internationalen Sub-Top vom Fahrsport. Die belgischer FN weist ab diesem Zeitpunkt das Arabo-Friesen Team an, zur Teilnahme in der belgischen Equipe, bei internationalen Fahrturnieren. Sogar im schwersten Turnier der Welt (Aachen) erreichen wir jetzt den 6. Platz. Und wir gewannen sogar insgesamt unter der größten weltweiten Konkurrenz in Waregem 97!!! In Windsor (das schwerste englische Turnier) wurden wir 3.
Und selbstverständlich in Belgien: Nationaler Meister.

1998
Das Team nimmt immer weniger Teil an nationalen Turnieren. Alles dreht sich dieses Jahr um die Welt Reiter Spiele in Rom! Die Resultate bei allen Turnieren sind super-stabil, gerade beim Marathon, der schwächste Punkt für Friesen, sind die Arabo-Friesen super in der Leistung:
Windsor wieder 3. Platz gesamt. Weltreiterspiele in Rom: Superzeiten im Marathon:
2. Platz unter den besten Gespannen in der Welt! Schweres Turnier in Breda: 2. im Marathon. Sogar in Aachen wurden wir 2. im Marathon!! Und letzlich natürlich wieder: Belgischer nationaler Sieger.

1999
Die weltweite Konkurrenz respektiert immer mehr diese überraschenden Arabo-Friesen.  
Die Resultate verbessern sich immer weiter. Die absolute Weltspitze für das Arabo-Friesengespann ist in Sicht!
Wieder: Belgischer Meister und -was inzwischen schon normal ist- immer wieder auf allen nationalen Turnieren in Belgien erster!
Wir versuchten dieses jahr auch mal andere große internationale Turniere: 2. Platz gesamt in Riesenbeck!! Wieder Erfolg in Breda: Nr. 1; höchster Platz im Marathon, 3. in Dressuur… Supersaison und…..Belgischer Meister.

2000
Grosser Pechvogel auf der WM Wolfsburg: Das rechte Vorderpferd Ruerke gleitet unter die anderen Pferde, glücklicherweise keine Verwundungen, aber die hohen Erwartungen, die jeder von uns während des WK in Wolfsburg hatte gehen in Rauch hoch. Wieder in Windsor 3. Platz. Die Presse war dennoch begeistert hinsichtlich der WM in Wolfsburg über die Arabo-Friesen, wo wir 2. (!!) wurden im Hindernisfahren. Große Revanche nach der W.M. war in Breda möglich: 3. Platz gesamt. Und: Selbstverständlich wieder nationaler Meister in Belgien.

2001
Der noch junge 4j. (!) Hengst Yk Dark Danilo kommt nun neu ins Gespann und übernimmt die Führung vom Vierergespann. Das brachte grossen Fortschritt in der Dressur.
Mehr Ausstrahlung und das Gespann bleibt trotzdem stark im Marathon.
Es wurde begonnen auf einer Menge neuer internationaler Turniere: Lahden (2e), Donaueschingen (3e im Marathon), Beekbergen (2e gesamt), Tilburg (3e gesamt), Saumur (2e gesamt), Aachen (8.!). Trotz des Handikaps eines unerfahrenen jungen Pferds haben wir auf allen internationalen Turnieren hohe Plätze erreicht!
Wir wurden dieses Jahr sogar 4e auf der FEI Weltrangliste !!!!!

2002
Yk Dark Danillo arbeitet bereits als routiniertes Pferd.
Kühl im Kopf, Stabil im Charakter, obwohl er viel decken musste in der ersten Saison seiner Gutkörung.
Resultate:
Indoor Amsterdam (3e), Indoor Brabant (3e), Wachtebeke (3e), Breda und Beekbergen (4e), bester belgischer Teilnehmer zu den Weltreiterspielen bei Jerez, Spanien und schließlich wieder bei den 10 besten FEI-Mannschaften in der Welt (!!!)
Das Team war in Super-Form, ein kleiner menschlicher Fehler in Hindernis 2 brachte uns aus der Platzierung auf dem Podium bei den Weltreiterspielen.


Winter 2002-2003: Dressur unter dem Sattel
Sofort nach der Rückreise von Jerez (in Spanien) musste der Hengst Yk Dark Danilo intensiv ausgebildet werden für die Dressur unter dem Sattel, damit er in der Zucht weiter eingesetzt werden darf.
Was normalerweise mindestens ein Jahr intensives Training erfordert, erreichte Yk Dark Danilo in nur drei Monaten. So kurz nach einer schweren Marathonsaison (und der heissen spanische Sonne) gelang es, ihn in der schweren Dressur herauszubringen und auch noch FEI Punkte einzuholen.
Ein guter Warmblüter hätte dass wahrscheinlich nicht mal geschafft.
Dieser erste Arabo-Friesen Zuchthengst hat hiermit bewiesen, nicht nur ein Top-Sportler im Fahrsport zu sein, sondern auch in einer anderen Pferdesportdisziplin: Dressur.

Indoor-Fahrsport:
Der Rest des Arabo-Friesengespann hat in der Wintersaison erfolgreich teilgenommen an den Winter Indoors: Stockholm (4e), Mechelen (5e), Bordeaux (2e, 1. und 2e mit immer der besten Zeit) und Vigo (Portugal) 3e.

2003
In vielen Hinsichten ein Notjahr! Im Frühling musste die alte zuverlässige Oda wegen einer chronische Sehnenentzündung aussteigen.
Gert Schrijvers musste traurig Abschied nehmen von seinem fantastischen Vater Dré, der immer beim Training geholfen hatte. Kurz vor seinem Abschied bittet er seinen Sohn weiter zu machen mit seinen so sehr geliebten schwarzen Perlen. Eine Woche nach seiner Beerdigung startete das Team in Breda und wurde 3e.
Aber leider, kurz danach, mitten in in der Fahrsaison kam der folgende Schlag: Ohne ein Vorzeichen starb das gute Vorderpferd Jass an Herzversagen.
Wieder ein wertvolles und erfahrenes Pferd heraus!

Mit einem jungen und ein geliehenen Pferd (es gab keine Wahl, weil soviel Erwachsene Arabo-Friesen nicht vorhanden waren), ging Team Schrijvers 2 Wochen später zum schwersten Turnier von Europa, nach AACHEN.
Und wer schätzt das Aufsehen: durch die fantastischen Leistungen von Gert mit Arabo-Friesen gewann die belgische Mannschaft zum ersten Mal in der Historie Gold.
Das Stadion war zu klein. Fernsehen und Presse kamen noch schnell aus Belgien angereist, weil in der belgischen Presse niemand damit gerechnet hatte.

Mit den letzten erwachsenen Arabo-Friesen wurde diese schwere Saison ausgefahren und belegte trotzdem noch den 8. Platz auf der FEI Weltrangliste.
Folglich wieder bei den 10 Besten in der Welt, wieder ein kompletter Winter durcharbeiten auf Turnieren, weil das Arabo-Friesenteam wohl etwa das einzige ist das keine separaten Teams hat für die Sommer- und Wintersaison.
Somit können die Pferde nie ausruhen….trotzdem wurden sie letzendlich 5. der 10 Besten

2004
Das Team muss natürlich starten trotz des Handikaps der 2 jungen Pferden. Dennoch haben sie schöne Leistungen gebracht.
Im ersten Turnier in Astorp, Schweden wurden sie immerhin 3e.
Die folgenden Turniere in Beekbergen, Lähden und Breda haben dazu dienen müssen,  die optimale Zusammenstellung zu erarbeiten. Einmal Danilo hinten, dann Rembrandt anderswo, dann Tic vorne, Magic links statt rechts.
Im heutigen Fahrsport muss nämlich alles optimal laufen in jedem Unterteil, Dressur, Marathon und Kegel um vorne zu sein!!!

Bei  den Weltmeisterschaften, Kecskemet , Ungarn hatte das Team einen schönen individuellen 10 Platz erzielt und  Bronze in der  Landesequipe gewonnen.
Im Marathon sprang Rembrandt auf der falschen Seite eines Pfostens ins Wasser. Diese verlorene Zeit hat uns den 3. Platz gekostet hinter den Topfahrern IJsbrand Chardon und dem diesjährigen Weltmeister Michael Freund!!  Leider!

Im eigenen Land mussten sie am  28-30  August in Str. Elooiswinkel das 7. Mal den Belgischen Titel verteidigen. Das gelang auch diesmal mit grossem Vorsprung auf die anderen Fahrer, die immerhin sehr gut mitmachen auf internationalen Turnieren.

Das letzte Turnier am 16. bis 19. September in Donaueschingen wurde abgeschlossen mit einem sehr schönen 6. Platz.
Damit wurden sie gerade ex aquo 10. auf der Liste, aber durch Verlosung blieb der Schwede Persson dabei und wir fielen dieses Jahr zum ersten mal aus der Indoorselektion. Ex Aquo zehnter in der Punktzahl, doch ein sehr ehrenvoller Platz.
Die Pferde haben nun 4 Sommer und Wintersaisons ohne Unterbrechung ihre Leistung bringen müssen im Trainung und auf Turnieren. Sie geniessen diesen Winter ihre Ruhe, obwohl sie eine Wildcard-Einladung haben für Mechelen, wo sie letztes Jahr sensationell gewonnen hatten.
Das eigene Publikum will diese schwarzen Perlen nämlich immer gerne sehen. Nicht nur in Belgien, überall sind sie Ambassadeure für eine alte Rasse, die sozusagen so ein Level nicht leisten kann.
Die Arabo-Friesen zeigen mit ihren 80-90% Friesenblutanteil, dass es WOHL noch solches Leistungsblut gibt in der Friesenrasse. Altes Blut das wir fast verloren hatten bei der Reinfriesenzucht……..

Neben den super Leistungen von 4-Spann-team Schrijvers/Aerts hat in Norddeutschland Gerd Wicht auch von Arabo-Friesen sprechen lassen, indem er sich qualifizierte mit seinem nagelneuen, gerade eingefahrenem Zweispann Arabo-Friesen für die Landesmeisterschaften, wo er auch auf einen super hohen Platz endete. Jeder war beindruckt  hinsichtlich der Schönheit und der Leistungen dieser Arabo-Friesen.

In diesem Zweispann läuft auch die Mutter vom ersten Sohn von Yk Dark Danilo, nämlich
Dark Ynte.
Dieser gerade 3 Jährige wurde nach einer sehr vollen Decksaison nach 3 Monate Trainung ausgebracht auf L2 Dressur Niveau und zählte auch sofort zu den Besten.
Seine Mutter hatte eine Supersaison in Norddeutschland, er selber schon so jung unter dem Sattel…..das verspricht wieder viel für die Zukunft, weil er ebenso wie sein Vater die Decklimite erreicht hat. In etwa 5 jahren werden also genügend erwachsene Arabo-Friesen für die Sportler verfügbar sein, obwohl….viele wollen sie für sich behalten.

Auf nach Saison 2005. Was bringt uns das neue Jahr???
Die Erfolgsparade scheint noch nicht vorüber zu sein.