Ursprung der Arabo-Friesen
Als der neue Fahrsport in den sechziger Jahren begann, gab es mindestens 10 Konkurrenten mit Friesengespannen. Einer von ihnen war der berühmte Tjeerd Veldstra, der mit seinem Vierspänner-Friesengespann in Haras du Pin fast Weltmeister wurde. Jedoch einige hundert Meter vor dem Ziel beendeten Ausdauerprobleme alle Hoffnungen auf den Titel im Marathon. Die Folgen waren so groß, dass nicht nur Veldstra, sondern fast alle anderen Turnierfahrer zu Warmblutpferden wechselten und nur Leo Kraayenbrinck weiterhin mit reinen Friesen fuhr, sich damit zufrieden gab nicht weiter zu kommen, als irgendwo im Mittelfeld der Konkurrenz oder dahinter. Heutzutage gibt es kein einziges Reinfriesen Gespann mehr das im Top Fahrsport eine Rolle spielt, der letzte Turnierfahrer Jakob-Jan Kramer hat in November 2004 auch gewechselt zu Arabo-Friesen!!

Diese Entwicklung hat nicht nur dem Renommee der Friesen in der oberen sportlichen Konkurrenz geschadet, sondern auch eine zunehmende Anzahl von Friesenliebhabern hat Mühe damit, dass ihre Lieblingsrasse als Hobby - und Freizeitpferde abgetan wurde.

Einige von ihnen hatten die Idee, zurück zu den Wurzeln dieser Rasse zu gehen und wieder das gleiche arabische Blut (nordafrikanisches reines Wüstenaraberblut, das vor einigen hundert Jahren schon in der Friesenrasse eingeführt war) in gut ausgesuchte friesische Stuten wieder einzubringen. Nach vollständigen Studien wählten sie einen reinen Ägypter (Gharib ox - Elitehengst, siehe Bild oben) und hofften damit, die kritischsten Eigenschaften bei den Friesen schnell zu verbessern: Stamina, Ausdauer und Herz = schnelle Rückkehr zu normalem Pulsschlag und bessere Wärmeabgabe durch feinere Haut und andere Muskelstrukturen.

Diese Initiative hatte viele Konsequenzen. Nicht nur wurde dies damals schwer vom friesischen Pferdestammbuch (FPS) kritisiert, sondern auch Professor Hillner wurde öffentlich so angegriffen und beleidigt, dass er nach Deutschland fliehen mußte. Einige Leute, die dachten, dass die Friesenrasse entheiligt worden wäre, haben nachts versucht, alle seine Pferde in den Ställen zu vergiften. Aber sie vermißten das wertvolle Fohlen "Ras", Sohn des berühmten Gharib und der friesischen Modell-Stute Gelbricht (die Mutter des berühmten Hengst "Hearke 254").

Dieses Fohlen wuchs in Deutschland auf, sowie das Stutfohlen "Rachel", Tochter des gleichen berühmten Gharib und "Diana V. Rustica" eine sehr gute STER-Stute mit bestem alten Friesenblut von Ulrig 204, Ate 209, Ritske 202, Bouke, Auke und Ynte!  Dieses "freie Blut" ist frei vom momentan so populären "Tetman"   (circa 90 % der Friesen führen das heutzutage).

Ein anderer Initiator war Herr Rudolph Krudop, ein großer Fahrsportliebhaber und Richter. Obwohl er ein wenig Tetman-Blut verwendete zusammen mit Hamid ox zeigten seine Pferde den besseren Trab, aber die Ausdauer sowie die Nervosität seiner Linie war etwas weniger gut.

In beiden Zuchtlinien wurde nur das beste arabische Blut verwendet.

Mit diesen zwei sehr guten Anfangslinien, konnte das Zuchtprogramm zur weiteren Rückkreuzung beginnen.

Rudolph Krudop züchtete viele Pferde mit Friesenhengsten, wie Hearke, Peke und vor kurzem Brandus, Remmelt, Lolke und Wikke.
Professor Hillner hat sich entschieden durch die viele Arbeit gegen ihn, sein ausgezeichnetes Material an Cor Driessen weiterzugeben. Cor Driessen, ist ein sehr engagiertes aktives Mitglied vom NRPS-Stammbuch, das seitdem alle Arabo-Friesen-Sportpferde registriert hat.

Sein Bruder Jan Driessen war ein weithin bekannter und sehr aktiver Friesenverrückter. Er war langfristig Präsident der Friesenverbände der Schweiz, Frankreich und letztlich auch noch von Luxemburg. Er hat viel Erfahrung mit Blutlinien die Sportleistung ergeben weil er seit den frühen achtziger Jahren lange Zeit selber einen Viererzug Friesen auf Turnieren herausbrachte. Durch diese Praxis und hunderten von vermittelten Pferden für seine vielen Mitglieder und deren Erfahrungen hatte er enorm viel Einsicht in Abstammung und deren Eigenschaften, vor allem hinsichtlich der Leistung.

Die Familie begann nun dieses Wissen zu verwenden und züchtete ungefähr 10 Produkte von "Ras und Rachel" aus ausgewählten (Leistungsblut führenden) Friesenstuten. Diese junge Arabo-Friesen mit 25 % Araberblut gaben sie in die Hände der mittlerweile weltberühmten Mannschaft Schrijvers/Aerts. Sie drangen mit diesen Pferden bis in die oberste Spitze des internationalen Fahrsports vor, ein Traum, der mit Reinfriesen nie hätte wahr werden können. Es stellte sich heraus, dass etwa 9 aus 10 Arabo-Friesen einen Marathon ohne Probleme meistern können und Jan Driessen hatte die Erfahrung, dass dies bei den Reinfriesen umgekehrt war: 9 aus 10 konnten es  nicht. Somit war der Zuchtversuch und Praxistest ein großer Erfolg.

Das neueste Produkt aus dem Stall von Cor ist  Yk Dark Danilo, der erste gekörte Hengst, der jetzt für die Züchter dieser außergewöhnlichen Rasse -Arabo-Friesen- zur Verfügung steht. Siehe weiter bei Deckhengste und Sportresultate. Yk Dark Danilo ist auch der Leithengst im Viererzug, der in der Weltelite fährt, und kombiniert die künstliche Besamung mit dem internationalen Fahrsport problemlos. Cool wie er ist, geht das perfekt.
Er hat schon 3 Söhne in der Zucht und auch aus der Krudop-Linie gibt es schon einen gekörten Sohn.
Ausserdem gibt es natürlich schon viele Arabofriesen-Stuten, die mit gekörten Reinfriesenhengsten, welche von unserem Verband auf Leistung ausgewählte wurden,  weiterzüchten.
Somit ist die Arabo-Friesen Population schon zu einigen Hundert angewachsen und wächst rasant weiter. All diese Pferde haben vollwertige Papiere und Pässe.
Yk Dark Danilo
Ibn Rabdan
Gharib